18.10.05

asiatischer cineastischer Hochgenuss

Ich möchte an dieser Stelle einmal ein paar Anregungen geben, für Filme aus der asiatischen (zumeist Südkoreanisch und japanisch) Trickkiste.

Zum einen wäre da ichi the killer zu nennen, ziehmlich abgedrehte brutale Freakshow, angesiedelt im Yakuzamillieu, zum anderen kann ich jedem Old Boy und Sympathy For Mr. Vengeance ans herz legen, beides Filme des koreanischen regisseurs Park Chan-wook. jeweils auf ihre ganz eigene Art skuril, brutal, absurd und aufwühlend...absolut sehenswert

Eher weniger empfehlen kann ich say yes und dark angel, langweilige Filme, denen es trotz brutalität und sinnlosen Dialogen nicht gelingt irgendeine Aussage rüberzubringen außer schau mich niewieder an ich bin langweilig...

wie konnte ich ihn vergessen, DEN Film überhaupt Kung Fu Hustle, soviel geballter Schwachsinn auf einen Haufen herrlich, aber man muss dem Film wirklich gelungene Special Effekte zugutekommenlassen.... den es gibt nur einen wahren Kung Fu Meister unter Millionen, es ist der eine...

So und nun noch nen sehr, sehr merkwürdiger Film, welchen ich grade eben sah: IZO von Takashi Miike(derselbige Regisseur von Ichi the Killer), und irgendwie ähhhh najaaa. Ein Samurai wurde irgendwann vor langer Zeit brutal gemeuchelt, und zieht nun durch Japan, um alles zu töten was ihm in die Quere kommt. Dabei muss er sich weder an Raum noch Zeit halten, und kann vom Mittelalter direkt in die Neuzeit springen usw.
Super Story, ne eben nicht, und da halfen auch keine abstrakten pseudophilosphischen Dialoge um über dass lieblose design des Films hinwegzutrösten. Die Studiokulissen waren freundlich ausgedrückt sehr billig, die Schauspieler häßlich, das Blut sah unecht aus, und alle fünf min. floß es in wahren sturzbächen. alles in allem fehlte der rote Faden, es war etwas sehr hölzern, steif, dialoge wie schauspielerische Leistungen. nicht wirklich zu empfehlen... lieblos dürfte wirklich das richtige Wort sein um diesen Film zu beschreiben, nach Ichi the Killerwirklich eine Enttäuschung

ichithekillerpic2.jpg

Posted by Zissa at 19:33 | Comments (6) | TrackBack

15.10.05

picasso & immendorf

doisneau_picasso.jpg

momentan ist in der neue nationalgalerie eine ausstellung über picasso und den für mich neu entdeckten immendorf. Sehr lohnenswert!

Mein Fazit vorallem über Picasso, holla die waldfee war der Typ fixiert, entweder er hatte angst vor Frauen, besser vor ihrer Erotik(und das obwohl er doch so ein großer Liebhaber von frauen war) oder seine teilweise recht abstrusen und auf geschlechtsmerkmal von frauen reduzierten Bilder und Plastiken entsprachen seinem Ästhetischem Empfinden und natürlich gibt es auch noch die Möglichkeit das er sich einfach nur über jegliche Kunstinterpretationsversuche und pseudo psychoanalysen lustig machen wollte, wer weiß...

Posted by Zissa at 00:43 | Comments (1) | TrackBack

melancholie

Es ist Herbst, der Sommer ist vorbei, nicht mehr lange bis zum ersten Schnee, bis zur Kälte und Stille des Winters. Es ist bekanntermaßen die Zeit der „Herbstdepressionen“. Ich für meinen Teil finde die Bezeichnung nicht ganz angebracht, da oft der entschiedende Fehler begangen wird, Melancholie mit Depressionen zu verwechseln.

Depressive Gedanken sind ein Abgrund, ein alles positive verleugnendes, einnehmendes Gefühl. Es ist egoistisch und lässt anderen Gedanken keinen Raum zur Entfaltung. Die Denkweise ist schroff eingegrenzt, lodert unangenehm in Habachtstellung und wartet auf Nahrung. Objektive Sichtweisen, soweit gedanken die die eigene person betreffen je objektiv sein können, sind kaum noch möglich, alles wird in Schemen gepresst, von Seiten betrachtet die der Depression Antrieb geben, wodurch der Blickwinkel und die Betrachtungsweise in eine richtung tendieren, welche immer im Sinne der negativen Gedanken ist . Das Resultat ein Teufelskreis aus Selbsthass, Selbstzweifel und Hoffnungslosigkeit. Dadurch bedingt ist die Wirkung einer Depression stark selbstzerstörerisch, eher psychisch als physisch. Sie hat Einfluss auf sämtliche Lebensbereiche, hindert und hemmt, ohne das sich die betroffene Person dagegen zur Wehr setzten kann. Die Depression ist eine giftige spinne in deinem Nacken, die langsam die ganze Welt, in ihrer Üppigkeit und Lebensfreude, in all ihren Nuancen und Variationen verschwinden lässt hinter einem grauen zähklebrigen kokon, als Gefangener in seiner eigenen Gedankenwelt.

Die Melancholie hingegen ist ein sehr sanftes, leises und unaufdringliches Gefühl, ein Flor aus Ruhe und e mol klängen.
In ihrem Wesen ist sie konstruktiv, sie hindert nicht am alltäglichem Leben, hat nichts diktierendes in ihrer Art. Es liegt ihr eher anzuregen, sich zeit zu nehmen gedanken zu fassen, zu denken. Im gegensatz zur sich aufdrängenden, beherrschenden Depression, erdrückt einen die Melancholie nicht, ist nicht besitzergreifend, lässt einen nicht allein und frierend in einer düsteren kargen Seelenlandschaft zurück , sondern mit einem wohlig warmen Gefühl der Sehnsucht, bittersüß, willkommen….

in diesem sinne bonjour tristesse

Posted by Zissa at 00:24 | Comments (3) | TrackBack

12.10.05

es gibt sie doch

es ist offiziell, Hobbits haben existiert und nicht nur das, die ungefähr ein Meter großen Halblinge lebten vor 12.000 Jahren und stellen wie heute berichtet wurde eine neue Menschenart dar..."Homo floresiensis" Gefunden wurden sie allerding schon vor zwei Jahren auf der indonesischen Insel Flores, daher auch der sehr einfallsreiche Name (wissenschaftler sind so kreativ). Bislang stellte sich die Frage ob es sich um eine eigenständige Rasse handelt oder einfach nur eine Mutation, eine geschrumpfte Version eines anderen Frühmneschen darstellt. Und nun ist es raus:)

Was man nicht alles so liest, wenn man morgens endlich mal die Zeit hat, weil Ferien, die Zeitung zu lesen. Es gibt glaub ich wenig angenehmere Arten seinen Tag zu beginnen, als sich einen schrecklich großen kaffee zu machen eine oder zwei "guten morgen zigarette" zu rauchen und in aller ruhe munterseelenallein Zeitung zu lesen... ich hab ja die zeit, oder zumindest nehm ich sie mir...

Posted by Zissa at 13:30 | Comments (1) | TrackBack

10.10.05

Illusionen

Beruht Glück je auf etwas anderen als auf Illusion.
Stefan heym

Wie teuer du eine schöne Illusion auch bezahltest, du hast doch einen guten Handel gemacht.
Marie von Ebner-Eschenbach


Posted by Zissa at 12:42 | Comments (1) | TrackBack

04.10.05

tallinn ach ne helsinki

oder die hohe kunst des japanischen Reisens. Drei Tage, zwei Länder und schrecklich schmerzende Füße später, kann ich behaupten das Tallinn und Helsinki wirklich schöne städte sind, wenngleich auch sehr teuer. Verdammt teuer sogar, ein Bier für zehn euro, is doch abnormal! Zumal ich grade von tallinn das Vorurteil hatte, in eine etwas (pardon) ostige und daraus resultierend billige stadt zu kommen. Von wegen, alles sieht verdammt modern aus, selbst die Vororte sind idyllisch und ziehmlich wohlhabend..., und die mittelalterliche Altstadt is mehr als nur schikk, gradezu hinreißend... naja hat sich auf jeden Fall gelohnt, und yeah ich war in Finnland:)
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Posted by Zissa at 15:37 | Comments (3) | TrackBack