08.04.07

*Across the sky, i will come for you, if you ask me to*

lang verschollen geglaubte menschen sind scheinbar von den toten auferstanden, um ihre zigarettenpause telefonisch mit mir zu teilen, vielleicht liegts am osterfeste, andere versprechen dinge elektronisch, wieder andere freuen sich über meine, ebenfalls elektronischen nachrichten. kommunikation für fortgeschrittene? ein schluck wein, ein schluck punika, und mein bad muss noch geschrubbt werden, auch für das fest, und das in handarbeit, vielleicht singender weise, doch nicht zu laut, meine nachbarn könnten sich in ihrem osterschlaf gestört fühlen, manche sollte vielleicht doch nicht auferstehen... zum besseren verständnis, versteht sich von selbst.

tage an denen man nichts schafft, sind das verlorene tage? Ich denke nicht, vielleicht mag der vergleich mit aktiveren naturen unangebracht sein, aber effiziente zeitverschwendung will gelernt sein. Nichtstun, und sich dennoch nicht langweilen, sich in träumereien verlieren, schlafenderweise, mit geschlossenen augen. krakeleien, skizzen, fragmente, viele fragmente, werden eh nie fertig, auch das ist garnicht mal so schlecht, wenn etwas nicht fertig wird, hat man sich auch nicht positioniert, working in progress, wie schön, nur nicht festes, fertiges, angreifbares? Oh das grenzt schon an offenbarung, nein das hat keine relevanz zu meinem leben! hoppala, schreiben ohne reflektion, bilder ohne sinn und verstand, denken ohne nachzudenken, plätschern, *triralllala er war fidel*, wie meine nachbarin so herzerweichend brüchig trällerte, der Bund deutscher Mädels war garnicht so schlecht, da konnten wir mädchen endlich sport treiben, nein mit hitler hatt ich nichts am Hut, aber der Sport, der hat mir schon spaß gemacht... und im Bombenkrieg, da hats der freundin den kopf abgerissen, sie war zu groß, einen kopf zu groß...ja frau B. ich hab bei ihnen doch nicht stricken und häkeln gelernt

nun ists null uhr, mitternacht, der neue tag bricht bald an, sollt ich schweigend zu einem brunnen laufen, so würd ich das gesicht meines zukünftigen liebsten sehen, schau ich noch tiefer hinein, so denk ich an krabat von ottfried preußler, der schwarze müller und seine verwunschene Mühle, warum ist krabat nicht gestrauchelt? nein lieber wollt er die kantorka, kaum drei sätze haben sie gesprochen, und doch war er ihr mehr wert als ihr leben, tapfer stellt sie sich der aufgabe ihn zu finden, stolz wiedersteht er der versuchung des meisters, die Mühle zu übernehmen... düster und schön, tot. ich mag kinderbücher in denen der tod seine rolle zu spielen hat. der gevatter und die kerzen flackern...

Posted by Zissa at 08.04.07 00:05
Comments

... bis das Lebenslicht erlischt.

effiziente zeitverschwendung will gelernt sein.
Kann ich mich nur anschließen, es ist eine Gabe
und ein Fluch zugleich die Zeit durch die Hände rinnen zu lassen ohne sich dabei schlecht zu fühlen.

Und ein Hoch auf alle die die nur trinken und nichts tun,
lasst uns trinken auf dass das Grau unserer Zeit nicht eskaliert...

Posted by: Sankt Rebel at 08.04.07 15:07
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