16.02.07

banana yoshimoto- Kitchen

In der Top Ten meiner lieblingsbücher, würde Banana Yoshimotos - Amrita einen der vordersten Plätze belegen, umso gespannter war ich dann auf ihr erstlingswerk Kitchen.

Meine Vorfreude sollte sich nur teilweise bestätigen. Es ist vielleicht nicht die richtige reihenfolge, in der ich die Bücher gelesen habe. Der Stil und die behandelten Sujets sind recht ähnlich, Tod, den Umgang mit dem Verlust, um Liebe, Sexualität. Sie schafft es auf eine inspirierende Art und weise, scheinbare kleinigkeiten ins zentrum zu rücken, kleinigkeiten, aus denen sich tieferes ableiten lassen kann, kleinigkeiten die den protagonisten den weg zu ihrem innersten, ihrer durch verlust und melancholie zerrütteten Seele, öffnen(klingt kitschiger als es ist). Dazu kommt eine galante Vermischung, (ähnlich wie bei allende oder marquez, nur weniger schwül-tropisch), von realität und magischen Zwischenwelten, die so dermaßen natürlich beschrieben wird, das der roman nicht in surreal, aufgesetzte abdriftet, sondern eher als bereicherung der story angesehen werden kann, die dadurch nicht ihre "authentizität" verliert...

Nunja, der schreibstil in kittchen ist noch ungeschliffen, die verknüpfung der gedanken noch nicht so gut gehandhabt wie in amrita. trotzdem eine fesselnde, traurige geschichte, die mir eine vergnügliche stunde bescherte...

Posted by Zissa at 16.02.07 19:53
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